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Über mich

Ich habe in Kiel zunächst einige Semester Geschichte studiert und bin dann auf Meteorologie (Vordiplom) und Geophysik (Diplom) umgestiegen. Im Anschluss habe ich ein Jahr als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der dortigen Universität gearbeitet. Seit 1998 bin ich hauptberuflich als freier Journalist für verschiedene linke Zeitungen im deutschsprachigen Raum tätig. (Eine zeitlang habe ich auch für Flamman in Schweden und Socialisten in Dänemark geschrieben, aber letztere Zeitung wurde inzwischen eingestellt und in Stockholm gibt es keinen Übersetzer mehr.) Einer meiner Schwerpunkte ist nach einem neunmonatigen Aufenthalt (1997/98) in verschiedenen Ländern Ostasiens die dortige Region und insbesondere China. Weitere Reisen in die Region folgten 2002 und 2003.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Berichterstattung über die neuen internationalen sozialen Bewegungen. So habe ich 1997 am Euromarsch gegen Erwerbslosigkeit nach Amsterdam teilgenommen und darüber geschrieben. Ein gutes Jahr später war ich auf der People's International Solidarity Conference in Seoul, die südkoreanische Organisationen auf dem Höhepunkt der Asienkrise organisiert hatten. Auch von der ersten internationalen Konferenz von Attac Frankreich 1999 in Paris habe ich berichtet.  Ein Jahr später war ich auf dem UN-Sozialgipfel in Genf und den begleitenden Alternativ-Veranstaltungen, auf denen die Initiative für ein Weltsozialforum vorgestellt wurde. Später war ich als Korrespondent der jungen Welt auf den Europäischen Sozialforen in Florenz (2002) und Paris (2003) und dem ersten Sozialforum in Deutschland (Erfurt 2005). Auch die Proteste gegen die Welthandelsorganisation WTO habe ich schon früh begleitet. Während gut bezahlte Kollegen 1999 in Seattle auf ihren Hotelzimmern saßen und die Polizeiberichte abschrieben, habe ich auf den Straßen Pfeffergas geschnuppert und Berichte aus erster Hand über den Atlantik gemailt. Die Artikel erschienen seinerzeit hauptsächlich im Neuen Deutschland. Im November 2001 habe ich aus Beirut von der dortigen Anti-WTO Konferenz  geschrieben (nach Katar, in dessen Hauptstadt Doha die WTO tagte, hatte man uns nicht hereingelassen). Im Anschluss an die Konferenz habe ich gemeinsam mit anderen Teilnehmern auch  ein Folterlager der SLA besichtigen können, jener faschistischen Hilfstruppe, der Israels Regierung im besetzten Südlibanon die Drecksarbeit überlassen hatte. (Die israelischen Truppen waren im Jahre 2000 abgezogen worden, woraufhin auch die SLA fluchtartig das Land verließ.) Dazwischen habe ich von verschiedenen Gegengipfeln anlässlich der Treffen der EU-Staats- und -Regierungschefs berichtet (zum Beispiel 2001 in Göteborg) und auch von diversen internationalen Treffen der EU-Kritiker. 2005 war ich zum ersten Mal auf einem Weltsozialforum in Porto Alegre, Brasilien. Zuletzt habe ich im November 2005 vom Gipfel der Völker Amerikas in Mar del Plata, Argentinien, berichtet.

Last but not least gehören Klimaforschung und -schutz zu meinen Schwerpunkten, und das schon seit inzwischen rund 20 Jahren. Ein längerer Artikel über die Verschiebung der Jahreszeiten, der 1995 auf den Wissenschaftsseiten der Süddeutschen Zeitung erschien,  war denn auch mein Einstieg in den professionellen Journalismus. (Allerdings habe ich schon früher des öfteren für andere Zeitungen geschrieben, namentlich für den Gegenwind und die Lokalberichte Kiel (heute LinX).) 1995 war auch das Jahr der ersten Vertragsstaatenkonferenz (COP) der UN-Klimarahmenkonvention, die in Berlin stattfand. Die habe ich seinerseits besucht, aber noch nicht viel drüber berichtet. Das änderte sich ein Jahr später von der zweiten COP in Genf und schließlich der dritten in Kyoto, Japan, zu der ich ebenfalls reiste. Dort wurde seinerzeit das Kyoto-Protokoll verabschiedet. Danach habe ich noch verschiedentlich von den Klimakonferenzen berichtet, insbesondere wenn sie in Bonn abgehalten wurden.

1999 habe ich etwa ein halbes Jahr in der Redaktion der Sozialistischen Zeitung in Köln gearbeitet. Vom September 2001 bis September 2003 war ich Mitglied der junge-Welt-Redaktion und dort für das Interview-Ressort, das Wochenendgespräch sowie die Wissenschaft-und-Umwelt-Seite zuständig.

2003 und 2004 habe ich für den Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein die Internetseite des Projektes Baltic Refugee Net betreut und zwei Recherchereisen nach Polen unternommen. Im Vorfeld des EU-Beitritts sollten die dortigen Bedingungen für Flüchtlinge erkundet werden. Die Ergebnisse wurden in einer Broschüre zusammengefasst.